Mittwochs im Literaturhaus

 

 

Lese- und Gesprächsreihen

 

 

Literaturcafé

Jeden Mittwoch ab 18.00 Uhr ist das Literaturhaus geöffnet. Manchmal mit kleineren Veranstaltungen, aber meistens ohne ein besonderes Angebot. Dann kann jeder in den Buchregalen stöbern, ein Glas Wein trinken, etwas Kulinarisches aus dem Angebot der Weinlounge „Le Baron“ genießen oder das Gespräch über Literatur führen.

 

Literatur und ...

Darüber hinaus laden wir alle Interessierten ein, sich mit eigenen Ideen und Aktivitäten an der Gestaltung der Mittwochabende zu beteiligen. Wir beginnen mit der Lese- und Gesprächsreihe "Medizin und LIteratur" als "Appetitanreger" für weitere Literaturerlebnisse. Denkbar wären in der Zukunft z.B. "Film und Literatur", "Musik und Literatur", "Neue Medien und Literatur" ... 

Medizin & Literatur

Medizin ist literarisch – Literatur ist Medizin

Dass Worte "heilen" können, ist nicht erst seit der Entstehung der modernen Psychotherapien bekannt. Gesundheit und Gesundung ist zu einem Teil auch Ergebnis narrativer Prozesse. Erzählungen als Teil menschlicher Selbstvergewisserung, Selbstdefinition und Euphorisierung haben sich seit Jahrtausenden als "heilsam" beiwesen. 

(Die nächste Veranstaltungen dazu am 13.6.2018; weitere Termine folgen)

 

Schicht im Schacht

Vom Ende des Steinkohlebergbaus und von der Lebendigkeit seiner Mythen

2018 schließen im Ruhrgebiet die letzten Schachtanlagen. Mindestens 300 Jahre hat der Bergbau diese Region entscheidend geprägt und verändert. Städte, Verkehrswege, Fabrikanlagen, Berghalden und vieles mehr, sind mit ihm gekommen und wieder verschwunden. Und die Menschen? Bis in die Sprache und die Kultur hat das schwarze Gold seine Wirkung ausgeübt. Wir gehen der Frage nach, was bleibt?

(Veranstaltungen dazu am 13.7. und 23.11.2018)


Veranstaltungen

Über den Button gelangen Sie zur Bestellung von Tickets oder bei anmeldepflichtigen Veranastaltung zur Anmeldung via Mail. Nennen Sie uns die gewünschte Veranstaltung und Personendaten. Wir freuen uns auf Sie!

 

Ulrike Rodi.jpg

Freitag,
25. Mai 2018
19 Uhr

Ulrike Rodi

Wer braucht heute noch Verlage?

Die Verlagslandschaft ist im Umbruch. Bücher werden auf dem Tablet gelesen, Autorinnen und Autoren publizieren selbst über das Internet, Bücher werden immer stärker nur noch auf Bestellung gedruckt und die Buchhandlungen verringern ihre Auswahl, wandeln sich zum Geschenkeshop. Grund genug einmal der Frage nachzugehen, wer heute noch Verlage benötigt. Ulrike Rodi, Geschäftsführerin des Grafit-Verlags in Dortmund, ist an diesem Abend die kompetente Gesprächspartnerin zu allen Fragen des Verlagswesen.

Freitag, 25. Mai 2018, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr), Literaturhaus, Marktstraße 146

Eintritt 8 €


Gisbert Haefs.jpg

Freitag,
8. Juni 2018
19 Uhr

Gisbert Haefs

Das Ohr des Kapitäns – ein kurioser Kriegsgrund

In Gisbert Haefs‘ neuem historischen Roman geht es um den Kolonialkrieg zwischen den Seemächten England und Spanien in den Jahren 1739-42, der in die Geschichtsbücher als „War of Jenkins‘ Ear“ eingegangen ist. Nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekriegs im Jahr 1713 erhalten englische Händler das Monopol für die Belieferung des spanischen Kolonialreichs in Südamerika mit schwarzen Sklaven. Eines Tages weigert sich der »Händler« Jenkins (de facto wohl ein Schmuggler), sich von der spanischen Küstenwache vor Kuba kontrollieren zu lassen, worauf der spanische Kapitän dem Zeternden kurzerhand das linke Ohr abschneidet. Als Jenkins das Beweisstück in London vorlegt, ist das in der aufgeheizten Stimmung für England Grund genug, mit großem Flottenaufgebot zu reagieren. Es kommt zum Kolonialkrieg in der Karibik. Haefs erzählt die Geschichte aus der Rückschau und den unterschiedlichen Perspektiven eines spanischen und eines englischen Zeitzeugen. Zusammen mit einer gründlichen historischen Recherche ergibt sich ein differenziertes Verständnis dieses Krieges, verpackt in eine attraktive Rahmenhandlung. Die großen Themen dieser Zeit - Ausbeutung der amerikanischen Ureinwohner durch die Europäer; Sklavenhandel; Seekriege und Piraterie; die imperialen Konflikte der großen Mächte Spanien, Frankreich, England, Österreich-Ungarn, Bayern usw.; das Plündern, Morden, Foltern - werden lebendig erfahrbar.

Freitag, 8. Juni 2018, 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr), Literaturhaus, Marktstr. 146

Eintritt 10 €


Friederike-SW-2.jpg

Mittwoch,
13. Juni 2018
19 Uhr

Dr. FrIederike Sokolowski

spricht über Irvin D. Yalom: Und Nietzsche weinte

Sie ist seit mehr als 20 Jahren analytische/tiefenpsychologisch orientierte Therapeutin und wird uns aus dem Roman vorlesen. Sie wird uns auf eine Reise durch das "vor-freudsche" Wien mitnehmen, Hintergründe erläutern, aus der eigenen Praxis erzählen und Räume für Gespräche öffnen, spannend für interessierte Laien und Profis.

Die Geschichte selbst basiert auf real existierenden Personen, teils in historisch gesicherten Beziehungen zueinander, teil unerkannt hineingewoben.

Das letze gilt insbesondere für Prof. Nietzsche, der schwer erkrankt Dr. Breuer aufsucht. Dieser selbst ist psychisch instabil, sodass er Nietzsche folgenden Vorschlag macht: während eines vierwöchigen stationären Aufenthaltes wird er Nietzsche als Arzt und dieser ihn als Psychotherapeut behandeln.

Mittwoch, 13. Juni 2018, 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr), Literaturhaus, Marktstraße 146

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich


Bildschirmfoto 2018-03-15 um 01.00.19.png

Freitag,
29. Juni 2018 19.00 Uhr

Desbina Kallinikidou, Birgit Stimm-Armingeon

Der Geschmack der Heimat…

Schon 2010 veröffentlichten die zwei engagierten Oberhausenerinnen das Buch „Der Geschmack der Heimat...“, das mehr als ein Kochbuch ist, wie der Untertitel sagt. Denn neben ihren Lieblingsrezepten erzählen 15 zugewanderte Menschen von ihrer alten und neuen Heimat. Kallinikidou und Stimm-Armingeon sammelten Lebensgeschichten, die spannend und eindrucksvoll das Thema Integration illustrieren. Oder man nimmt das Buch „Der Geschmack der Heimat…“ als das, was es auch ist: ein kleines, schönes Kochbuch.

Freitag 29. Juni 2018 19.00 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr) Literaturhaus Marktstraße 146

Eintritt 8 €


Vorschau auf das weitere Programm:

26. Juli 2018 Philipp Winkler liest aus "Hool" (Kooperation mit Druckluft)

7. September 2018 Theresia Enzensberger liest aus „Blaupause“

26. Oktober 2018 Nina George präsentiert „Die Schönheit der Nacht“