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Aus unserer Schatzkiste

In loser Folge stellen wir hier Werke von Autoren aus unserer Bibliothek vor, die (wieder-) zu entdecken lohnt.

 

 
Herman Melville 1846/47 (Quelle: Wikipedia)

Herman Melville 1846/47 (Quelle: Wikipedia)

Herman Melville: Moby Dick

Am 1. August 1819, vor 200 Jahren, wurde in New York der Schriftsteller Herman Melvill (noch ohne –e) geboren.

5 Tage später stach das Walfangschiff „Essex“ von Nantucket aus in See, das Schiff, dessen Kollision mit einem Pottwal dem 30-jährigen Melville dann später als Vorlage für seinen Roman „Moby Dick“ diente. Der Roman erschien 1851 und war zu Lebzeiten Melvilles ein Flop. Erst in den 1920er Jahren wurde die schriftstellerische Qualität des Romans erkannt. Seitdem gilt er als fester Bestandteil der Weltliteratur.

Moby Dick ist mehr als eine spannende Erzählung über das harte und gefährliche Geschäft des Walfangs zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Melville versuchte mit seinem Roman eine neue, „amerikanische“ Nationalerzählung zu begründen. Dabei unterbrechen immer wieder philosophische oder ästhetische Reflexionen den eigentlichen Erzählfluss.

Die multiethnische Zusammensetzung des Walfangschiffs „Pequod“ stellt einen gesellschaftlichen Mikrokosmos dar, in dem die Figuren soziale Merkmale wie Abstammung, Religion und Macht neu bewerten helfen.


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