Von der Idee zur Wirklichkeit

 

Prolog

Da saßen sie nun. Zwei Freunde auf 6.000 Büchern. Hardcover und Bildbände, Kinder-, Tisch-, Taschen- und Sachbücher. Hemingway und Herrndorf, Fitzek und Fitzgerald – Literaten gestapelt in Kisten, verstaut, zum Verstauben verbannt in den Keller. Den Freunden fiel der (Buch-)Deckel auf den Kopf. Ein Plan musste her. Ein neues Kapitel Stadtgeschichte sollte geschrieben werden: Das Literaturhaus Oberhausen wurde erdacht. Ein Ort des Lesens, Verweilens, Tratschen und Tee-Trinkens. Für Literaturlover & Bücherwürmer,  Leseratten & Belletristik-Bewunderer.

Gründungsprozess

Von der ersten Idee bis zur Eröffnung im März 2017 dauerte es 2 Jahre. Nicht, weil "gut Ding Weile haben will". Schwer war es, geeignete Räume zu finden. Schlagzeilen machte der Plan, das Literaturhaus im Schachthaus der Zeche Sterkrade unterzubringen. Leider waren die Interessen der Stadt, der Grundstücks- und der Gebäudeeigentümer zu unterschiedlich.

Virtuelles Literaturhaus

Die inzwischen auf ein Dutzend Aktive gewachsene Initiative wollte nicht im Leerlauf verharren. Die Idee des virtuellen Literaturhauses war geboren - Lesungen und Diskussionen an wechselnden Orten quer durch Oberhausen. Im Sommer 2016 gab es dann die erste Veranstaltung mit prominenter Besetzung: Oberbürgermeister Daniel Schranz und der ehemalige WAZ-Chefredakteur Uwe Knüpfer lasen und diskutierten im ehemaligen GHH-Gästehaus zum Thema "Politik - ein schmutziges Geschäft?" - Roger Willemsen im Kontrast mit Norbert Lammert.

Re-Start im eigenen Domizil

Mitten in die Vorbereitung zum ersten Jahresprogramm knallte die Nachricht: Wir haben Räume! Ein Oberhausener Gastronom - Emile Moawad von der Weinlounge "Le Baron", bot uns ein Ladenlokal auf der Marktstraße an. In Windeseile wurde ein Verein gegründet, renoviert und geplant: Die erste, ausverkaufte Veranstaltung in den eigenen Räumen gab es am 24. März 2017 - "Bob Dylan - Der Poet", quasi noch auf einer Baustelle.

Mitarbeit möglich und erwünscht

Die inhaltliche und organisatorische Arbeit des Literaturhauses tragen die Mitglieder des Vereins, aber nicht nur diese, ehrenamtlich. Eine Mitarbeit - in welcher Weise auch immer - ist auch für Nicht-Mitglieder möglich und erwünscht.

Die Aufgabe Literaturhaus ruht auf vielen Schultern: da wird Programm gemacht, im Hintergrund organisiert: Stühle, Kerzen, Erdnüsse, Beamer, etc. Es wird moderiert, Facebook und Internetseite aktualisiert, Flyer geschrieben und korrigiert, Fotos besorgt und manchmal wird einfach nur gelesen. Es wird gesprochen, gestritten und diskutiert. Es werden Plakate aufgehängt, Flyer verteilt und Weinflaschen geleert. Und manchmal einfach nur gespendet.

Also, es gibt viele Möglichkeiten sich in das Projekt „Literaturhaus Oberhausen“ einzubringen.

Speziell dafür wurde der jeweils dritte Mittwoch im Monat zum LitFix erklärt - der aktive Austausch der Unterstützer miteinander und mit dem Vorstand. Das Verständnis der Aktiven ist nach wie vor das einer Bürger-Initiative, die das kulturell-literarische Leben in Oberhausen bereichern will - und das auf Dauer.