Filmpremiere: Die 120 Tage von Oberhausen

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Auf den Spuren Christoph Schlingensiefs hat der junge Filmemacher Laurin Richarzhagen einen Film über diesen großen Künstler der Stadt gedreht, der sich thematisch und stilistisch seinem Vorbild annähert.
"Kennt ihr Christoph Schlingensief?" - "Nöö. "- "Nie gehört." - "Wer ist das?"
Diese Szene aus dem Film zeigt, dass einer der bedeutendsten Künstler Oberhausens, der Filmemacher und Theaterregisseur Christoph Schlingensief, in Vergessenheit geraten ist, gerade bei jungen Menschen.
Dies will Laurin Richarzhagen ändern. Wie Schlingensief vor 50 Jahren hat ihn mit 13/14 Jahren die Leidenschaft fürs Filmemachen gepackt. Wie dieser hat Richarzhagen in einer verblüffenden Gradlinigkeit seinen Film in rund 120 Tagen gemacht.
In der 30 minütigen Montage aus Theaterfilm, Making-off und Dokumentation blitzt der schlingensiefsche Spaß an der Absurdität auf, gepaart mit Informationen und einer latenten Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen.
Das Premierenpublikum im voll besetzten Literaturhaus feierte den Regisseur und seine DarstellerInnen nach der Vorführung mit minutenlangem Beifall ab.

Die 120 Tage von Oberhausen, Farbe, digital, 34 Min.
Regie und Drehbuch: Laurin Richarzhagen
Darsteller*innen: Lara Lux, Tuana Gürsoy, Gerrit van de Straat, Joscha Katanek, Laurin Richarzhagen, Chiara Kramer

Rainer
Literarisches Duett präsentiert: Mythen und Historie

Das Literarische Duett: Janelle Pötzsch und Harald Obendiek

In der Vielfalt der 16 vorgestellten Bücher des diesjährigen Literarischen Duetts fand sich auch ein Kochbuch und ein Liebesroman. Der heimliche Schwerpunkt der aktuellen Auswahl von Janelle Pötzsch und Harald Obendiek lag jedoch bei mythischen Erzählungen und Themen - Vampire, die bezahnte Vagina, fliegende Hasen, eine kafkaeske Fabrik, geheimnisvolle Beziehungsgeflechte. Die literarischen Ausflüge ins Transzendente besitzen dabei nicht immer aufklärerische Impulse, sondern sind häufig auch Fluchtbewegungen aus der bedrohlichen Gegenwart, wie am Beispiel des norwegischen Nobelpreisträgers Jon Fosse gut erkennbar wurde. Die gegenwärtige Geschichte mit Krieg, Flucht und Unterdrückung war der korrespondierende zweite Schwerpunkt der vorgestellten Bücher, nicht notwendigerweise schwere Kost, sondern durchaus auch leichthändig oder satirisch überspitzt geschrieben. Die Empfehlungen des Abends: Catalin Dorian Florescu, Matei Entdeckt die Freiheit; Safia Al Bagdadi, Unser Haus mit Rutsche; Jürgen Mirow, Imperien im Kopf (Sachbuch). Die ganze Liste der vorgestellten Bücher finden Sie hier.

Rainer
Das 2. Frauen Literatur Festival war ein voller Erfolg

Gefüllte Ränge beim 2. Frauen Literatur Festival (für weitere Impressionen bitte auf das Bild klicken)

Vier von sechs Lesungsveranstaltungen - angefangen mit Judith Kuckart und würdig abgerundet mit Annett Gröschner - ausverkauft, intensive Diskussionen in 3 Literarischen Treffs mit Autorinnen-Portraits, insgesamt mehr als 320 BesucherInnen: Das 2. Frauen Literatur Festival war rundherum gelungen. Besonders hervorzuheben der Frauensalon des Literaturhauses, in dem die Salonieres die Instrumentalisierung von Frauen im männlichen Ränkespiel um Macht und Reichtum in einem satirischen Streifzug durch die Geschichte entlarvten. Als sehr große Unterstützung empfanden die Aktiven des Literaturhauses die zahlreichen Spenden, mit denen das Festival überhaupt erst ermöglicht wurde. Nach der vergeblichen Bemühung um öffentliche Fördermittel wurden 5000 € an privaten Spenden gesammelt. Ein großer Dank an alle SpenderInnen - eine solch große Wertschätzung der kulturellen Arbeit des Literaturhauses tut gut. Ein 3. Frauen Literatur Festival (als solches einzigartig in ganz Deutschland) wird es sicher geben.

Rainer
Frauen Literatur Festival geht in die 2. Runde

Das Literaturhaus wird vom 21. Januar bis zum 27. März Literatur von Frauen, für Frauen und über Frauen in den Mittelpunkt seiner literarischen Aktivitäten stellen. Erklärtes Ziel ist es, die auch in der Literatur bestehende Lücke in der Gleichstellung der Geschlechter zu schließen. 5 Autorinnen, der Frauensalon und drei Literarische Treffs zeigen, wie vielstimmig, epochal und analytisch Literatur von Frauen ist.
Das 2. Frauen Literatur Festival richtet sich erneut besonders, aber nicht ausschließlich an Frauen.
Ende des letzten Jahres haben wir erfahren, dass unsere Anträge zu Finanzierung des Festivals nicht erfolgreich waren. Wir haben beschlossen, es in jedem Fall durchzuführen und diese Lücke bis zum Ende des Festivals im März durch Spenden zu schließen. Wenn ihr also unsere Arbeit (und konkret das Festival) durch eine Spende unterstützen würdet, wäre das sehr, sehr schön!

Rainer