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Cordula Stratmann und Bjarne Mädel wettern gegen den Reisewahn - Heute hier morgen auch

Gemeinsame Veranstaltung mit der Lit.Ruhr 

„Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht allein in einem Zimmer zu bleiben vermögen.“ Blaise Pascal wusste es schon vor 350 Jahren: Leider ist die Menschheit unbelehrbar. Sie liebt es zu reisen und – schlimmer noch – im Anschluss davon zu berichten. In endlosen Diashows und ausführlichen Erzählungen: „Diese Farben in den Anden ... und die Menschen! Die leben ganz einfach und sind total glücklich dabei!“ Reisen gilt als horizonterweiternd. Dabei finden wir am Ende der Welt auch nicht mehr als uns selbst - und die anderen. Cordula Stratmann und Bjarne Mädel machen es sich mit Texten von Reisegegnern und Reisezweiflern von Thomas Mann, Kurt Tucholsky, Susan Sontag bis David Foster Wallace auf dem heimischen Sofa bequem und feiern eine im Zeitalter des Mobilitätszwangs anrüchig gewordene Tätigkeit: das produktive Zuhausebleiben.
Konzept: Laurenz Leky, Bernd Schlenkrich, René Michaelse

 

Samstag, 13. Oktober 19.30 Uhr (Einlass 19.00 Uhr)
Theater Oberhausen, Will-Quadflieg-Platz

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