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Philipp Winkler - Hool

  • Literaturhaus Oberhausen Marktstraße 146 (Karte)
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Vorankündigung:

2015 war PhilippWinkler Stipendiat der „Werkstatt für junge Literatur“ in Graz und gewann dort für Auszüge aus seinem Debütroman Hool den Retzhof-Preis des Literaturhauses Graz. Hool, der im September 2016 vom Aufbau-Verlag veröffentlicht wurde, spielt in der Hannoveraner Hooligan-Szene um den Fußballklub Hannover 96 und stellt den jungen Ich-Erzähler Heiko Kolbe in den Mittelpunkt. Winkler hatte im Zusammenhang mit den Ausschreitungen während der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich unter dem Titel Einblick in die Kampfzone hinter der Tür in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen Gastbeitrag zum Hooligan-Problem veröffentlicht.

Hool wurde noch vor seiner Veröffentlichung von der Kritik gelobt und gelangte auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises. Thomas Klupp bewertete das Werk als einen so „knallharten, tieftraurigen und todkomischen Debütroman“. wie es ihn seit Clemens Meyers Als wir träumten in Deutschland nicht mehr gegeben habe. Moritz Rinke lobte Winklers Romanerstling als „bewegend, kraftvoll und mit feinem Gespür für die Welt der Außenseiter“, während Andreas Platthaus (Frankfurter Allgemeine Zeitung) das Werk in seine Auswahl der „schönsten Romane des Herbstes“ aufnahm. Platthaus bewertete Hool als „kompromisslosen Roman“, der „noch mehr als ein gespenstisch intensiver Einblick in eine sonst hermetisch verschlossene Welt“ sei, sondern „auch das Soziogramm eines jungen Erwachsenen, der nichts hat außer der Gewalt“.

Philipp Winkler lebt als freier Autor in Leipzig. Er absolvierte u. a. Auslandsaufenthalte im Kosovo, in Albanien, Serbien und Japan.