"Kennt ihr Christoph Schlingensief?" - "Nöö. "- "Nie gehört." - "Wer ist das?"
Diese Szene aus dem Film zeigt, dass einer der bedeutendsten Künstler Oberhausens, der Filmemacher und Theaterregisseur Christoph Schlingensief, in Vergessenheit geraten ist, gerade bei jungen Menschen.
Dies will der junge Filmemacher Laurin Richarzhagen ändern. Wie Schlingensief vor 50 Jahren hat ihn mit 13/14 Jahren die Leidenschaft fürs Filmemachen gepackt. Und sein frisch abgedrehter erster Film ist seinem großen Vorbild gewidmet. In der 30 minütigen Montage aus Theaterfilm, Making-off und Dokumentation blitzt der schlingensiefsche Spaß an der Absurdität auf, gepaart mit Informationen und einer latenten Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen.
Es war Zufall dass Laurin Richarzhagen als Teilnehmer am Literaturwettbewerb “Junges Oberhausen” im Oktober 2025 im Literaturhaus Oberhausen auf Christoph Schlingensief aufmerksam wurde. Der Flyer zur gerade fertiggestellten Christoph-Schlingensief-Audiotour führte ihn auf die Spur seines großen Vorgängers. Und mit einer Konsequenz und Gradlinigkeit wie dieser setzte er den Plan für seinen Film um. Gibt es Zufälle?
Nach dem Film gibt es Gelegenheit, mit dem Filmemacher und den DarstellerInnen ins Gespräch zu kommen.
Die 120 Tage von Oberhausen, Farbe, digital, 34 Min.
Regie und Drehbuch: Laurin Richarzhagen'
Darsteller*innen: Lara Lux, Tuana Gürsoy, Gerrit van de Straat, Joscha Katanek, Laurin Richarzhagen, Chiara Kramer
Einlass 18 Uhr
Eintritt frei, Hut geht rum; Anmeldung erforderlich