„Dies ist die Geschichte meiner Kindheit und meines Kriegs.“ Als im April 1992 der Krieg beginnt, ist Tijan Sila nur zehn Jahre alt, doch bis heute kann er sich an den Geruch von gezündetem Sprengstoff erinnern. Während Sarajevo in Flammen steht, wird aus dem Jungen, der er damals war, ein junger Mann. Er streift durch die Ruinen der ausgebombten Stadt und sammelt Dinge, die von den Geflohenen und Gestorbenen zurückgeblieben sind, um sie auf dem Schwarzmarkt gegen Essen zu tauschen. Er lernt zu überleben, und er akzeptiert die grausame neue Normalität, doch zu welchem Preis? Tijan Sila, geboren 1981 in Sarajevo, kam 1994 als Kriegsflüchtling nach Deutschland. Er studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg. Radio Sarajevo ist sein vierter Roman. Darüber hinaus publiziert er in der ZEIT, der TAZ und dem FREITAG.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Ludwiggalerie - Schloss Oberhausen. Als der junge Tijan 1992 durch das zerschossene Sarajevo streift tut dies gleichzeitig auch die 17 Jahre ältere Kriegsfotografin Anja Niedringhaus, deren eindrucksvollen Fotografien die Ludwiggalerie eine Ausstellung widmet: Anja Nierdringhaus - an vorderster Front (10. Mai - 13. September 2026).
Einlass ab 18 Uhr
Eintritt 12 € (ermäßigt 6 €)