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1918: Schreckensende – Der 1. Weltkrieg in der Literatur

Seltsame Wechselbeziehung: Genauso wie deutsche Literatur und Literaten den 1. Weltkrieg befeuerten war der Krieg Sinnstifter und Mobilmacher der Literatur. Thomas Mann, Carl Zuckmayer, Gerhard Hauptmann und viele andere "Geistesgrößen" begrüßen den Krieg als Verteidigung der (deutschen) Kultur gegen (europäische) Zivilisation und Dekadenz. Auf der anderen Seite werden an der Front im Ersten Weltkrieg in nie dagewesenem Umfang Briefe und Tagebücher geschrieben. Vor allem die Lyrik hilft auszudrücken, was unbegreiflich scheint. Erzählungen und Romane aus den 20er Jahren - von Jüngers "In Stahlgewittern" bis Remarques "Im Westen nichts Neues" - bleiben den verstörenden, jedes menschliche Maß sprengenden Eindrücken verhaftet. Der gesellschaftliche Neuanfang blieb weitgehend unreflektiert.

 

Freitag, 9. November 2018, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr)

Literaturhaus, Marktstraße 146

Eintritt: 8 € (ermäßigt 4 €)