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Bachtyar Ali: Die Stadt der weißen Musiker

Wie ein Phönix aus der Asche ist der kurdische Schriftsteller Bachtyar Ali mit seinem Roman "Der letzte Granatapfel" im deutschsprachigen Raum 2016 plötzlich bekannt geworden. Der 1966 im kurdischen Teil des Nordirak geborene Autor, lebt seit Mitte der neunziger Jahre in Deutschland.

Der "Stadt der weißen Musiker" werden alle Qualitäten des Vorgängerromans bescheinigt. Bachtyar Ali ist in unserem Literaturbetrieb eine Ausnahmeerscheinung, dessen erzählerische Verrücktheiten noch nicht abgeschliffen sind. In bester orientalischer Erzähltradition verbinden sich Geschichten mit Geschichten, Märchenhaftes mit Gegenwärtigem.

Als man dem kleinen Dschaladat die Flöte zum ersten Mal in die Hand drückt, entlockt er ihr sofort Klänge, die alle verzaubern. Ein alter Sufi nimmt ihn und seinen Freund in die Berge mit, um sein geheimes Wissen weiterzugeben.

Als der Krieg und die Bombardements beginnen, fliehen die Drei von Dorf zu Dorf. In einer namenlosen Stadt der Bordelle muss Dschaladat "untertauchen" und seine Kunst des Flötenspiels wieder verlernen, um nicht aufzufallen. Das rätselhafte Mädchen Dalia beschützt ihn, weiht ihn ein in ihre Geheimnisse und führt ihn auf einen Weg in die Tiefen seines Landes.

Die Stadt der weißen Musiker ist ein Künstlerroman, ein Buch über Literatur und Musik, Dichtung und Wahrheit aber auch ein Manifest für die Opfer der kurdischen Kriege und für die Kraft der Poesie und des Lebens.

Der Schauspieler Klaus Zwick (Theater Oberhausen) liest die deutschen Texte.

Freitag, 22. Februar 2019, 19:00 Uhr (Einlass 18:00 Uhr)

Literaturhaus, Marktstraße 146

Eintritt: 12 € (ermäßigt 6 €)

Spätere Veranstaltung: 8. März
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